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Lange Zeit galten Fotos als Beweismittel, war Fotografie
die klassische Methode, um etwas zu dokumentieren. Um ein
Foto zu manipulieren, musste man sich gut auskennen - und
es brauchte Zeit. Mit der digitalen Fotografie und der Verfügbarkeit
von Bildbearbeitungsprogrammen hat sich viel verändert.
Auf der Photokina, der größten Fotomesse Deutschlands,
hieß es im Jahr 2000: Ein Foto zeigt nicht länger
die Wirklichkeit, es schlägt nur noch eine Möglichkeit
vor. Mittlerweile hat sich unser Bild-Erleben durch die Kunstprodukte
der Medienwelt so verändert, dass viele Menschen normale,
unbearbeitete Fotos kaum noch zu schätzen wissen. Und
die Entwicklung geht noch weiter: mit den Verfahren des Computer
Generated Imaging ist es bereits heute möglich, virtuell
erzeugte Gegenstände wie z.B. Fahrzeuge in real fotografierte
Landschaften hinein zu montieren, ohne dass der Betrachter
diesen Schwindel bemerkt. Ebenso ist es möglich, real
fotografierte Personen in computergenerierte Gebäude
und Szenerien hinein zu montieren - fotorealistisch. Was Sie
für echt halten, ist möglicherweise die perfekte
Illusion. Abgesehen von den kreativen Möglichkeiten,
die diese Technologien öffnen, besteht an dieser Stelle
eine reale Gefahr für unser Verhältnis zur Wirklichkeit
(Manipulation in den Medien). Das Unterbewusstsein eines Menschen
kann zwischen echten und manipulierten Bildern nicht unterscheiden
und reagiert intuitiv auf das Gesehene. Lernen Sie, wie man
Bilder liest. Und lernen Sie, welche Techniken es gibt. Dann
ahnen Sie, wie Supermodels wirklich aussehen, bevor Photoshop
dran war.
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