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Sei du selbst die Veränderung,
die du dir wünscht für diese Welt.

                                                    --- Mahatma Gandhi

 
     
 

Ein junger Mann suchte einen Zen-Meister auf.
"Meister, wie lange wird es dauern, bis ich Befreiung erlangt habe?"

"Vielleicht zehn Jahre", entgegnete der Meister.

'Und wenn ich mich besonders anstrenge, wie lange dauert es dann ?", fragte der Schüler. "In dem Fall kann es zwanzig Jahre dauern"', erwiderte der Meister.

"Ich nehme aber wirklich jede Härte auf mich. Ich will so schnell wie möglich ans Ziel gelangen", beteuerte der junge Mann.

"Dann", erwiderte der Meister, "kann es bis zu vierzig Jahre dauern."

Dieser Dialog soll nicht etwa andeuten, dass es sinnlos wäre, sich Mühe zu geben. Im Gegenteil. Aber ehrgeiziges Streben führt oft zu einer so großen Verbissenheit, dass man am Ende unter seinen Möglichkeiten bleibt. Nicht nur in der Bild- sondern auch in der Lebensgestaltung ist weniger oft mehr.

Loslassen, sich entspannen, die Dinge etwas lockerer angehen. Das befreit nicht nur den Geist, sondern schafft auch Raum für Kreativität. In meinen Kursen und Workshops geht es nicht nur um das Vermitteln von harten Fakten (wofür sind die Knöpfe an der Kamera), sondern auch um die Persönlichkeit des/der Fotografen/in. Was unterscheidet den guten Landschaftsfotografen vom Urlaubsknipser? Unter welchen Bedingungen entstehen gute Reportagefotos? Wie arbeite ich mit Menschen vor der Kamera? Muss es immer ein geschniegeltes Postkartenfoto sein? Wie kommt die Idee ins Bild?

In den meisten Workshops und in der deutschsprachigen Fotoliteratur kommen die menschlichen Aspekte viel zu kurz. Man verlässt sich lieber auf die Technik oder schiebt schlechte Bildergebnisse auf mangelhaftes Fachwissen. Dabei entstehen die Fehler oft an einer ganz anderen Stelle des Systems: Ungeduld, die zu schlampigem Arbeiten führt; die familiäre oder persönliche Situation, die verhindert, dass man zur rechten Zeit am rechten Ort sein kann, um nur zwei typische Beispiele zu nennen. Wer bessere Fotos machen möchte als bisher, kommt oft nicht darum herum, etwas an seinen Gewohnheiten zu ändern. Das ist schwieriger, als das Lesen einer Bedienungsanleitung, aber kein Grund zu resignieren: Nichts ist unmöglich. Mit einer gesunden Portion Humor und einer entspannten Einstellung geht fast alles :-)

Kooperationen:

   
 

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