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Ein
junger Mann suchte einen Zen-Meister auf.
"Meister, wie lange wird es dauern, bis ich Befreiung
erlangt habe?"
"Vielleicht
zehn Jahre", entgegnete der Meister.
'Und
wenn ich mich besonders anstrenge, wie lange dauert es dann
?", fragte der Schüler. "In dem Fall kann es
zwanzig Jahre dauern"', erwiderte der Meister.
"Ich
nehme aber wirklich jede Härte auf mich. Ich will so
schnell wie möglich ans Ziel gelangen", beteuerte
der junge Mann.
"Dann",
erwiderte der Meister, "kann es bis zu vierzig Jahre
dauern."
Ehrgeiziges
Streben führt oft zu einer so großen Verbissenheit,
dass man am Ende verzagt und nicht da ankommt, wo man eigentlich
hin möchte. In
meinen Kursen und Workshops geht es nicht nur um das Vermitteln
von harten Fakten (wofür sind die Knöpfe an der
Kamera, welche Ausrüstung für welchen Zweck), sondern
auch um die Motivation und den Spaß an der Sache.
Viele Fotografen konzentrieren sich sehr auf die Technik.
Natürlich ist sie wichtig, aber sie ist nicht alles.
Schlechte Bildergebnisse werden gerne auf mangelhaftes Fachwissen
zurückgeführt. Dabei übersehen wir gerne, dass
die Fehler an einer ganz anderen Stelle des Systems entstehen:
Ungeduld, die zu schlampigem Arbeiten führt: die familiäre
oder persönliche Situation, die verhindert, dass man
zur rechten Zeit am rechten Ort sein kann, um nur zwei typische
Beispiele zu nennen. Wer
bessere Fotos machen möchte, kommt oft nicht darum herum,
etwas an seinen Gewohnheiten zu ändern. Das ist ein bißchen
unbequem und es dauert auch etwas länger als der Kauf
einer neuen Ausrüstung. Aber es ist weitaus wirkungsvoller.
Wenn Ihnen jemand verspricht, dass Sie durch den Besuch eines
Kurses oder durch den Kauf irgendwelcher Ausrüstungsgegenstände
in Null komme nichts bessere Bilder machen werden, dann werden
Sie hellhörig. Ich habe noch niemanden getroffen, bei
dem das der Fall gewesen wäre. Der Weg ist das Ziel -
gehen müssen Sie selbst. Ich kann für Sie als Reiseführer
tätig werden. Und sollte ich eine Methode entdecken,
mit der ich Sie auf den fotografischen Olymp beamen kann,
werde ich es natürlich tun :-)
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Fotografie
& Zen
Fotografie mit philosophischem Hintergrund? Nicht unbedingt.
Dass Meditation Spuren im Gehirn hinterlässt, ist mittlerweile
wissenschaftlich nachgewiesen. Durch langjährige Meditationsübungen
verändern sich auch die Wahrnehmung und Beobachtungsgabe
eines Menschen. Ein Vorteil, nicht nur beim Fotografieren.
Wenn Sie sich für das Thema interessieren:
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