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"Versuchen? Es gibt kein Versuchen. Es gibt nur Tun oder Nicht-Tun"

                                     --- Yedi-Meister Yoda

 
     

 

Zu meiner Person - über das Warum und Weshalb

Ich wurde 1964 geboren und war schon als Kind ziemlich neugierig. Die Schule bereitete mir im Hinblick auf die Noten wenig Probleme. Die "zwischenmenschlichen Dinge" waren es, die in mir schon früh das Interesse für Psychologie weckten.

Im Alter von neun Jahren begann ich zu fotografieren, mit zwölf fing ich an, meinen ersten Roman zu schreiben. Es dauerte fünfzehn Jahre, bis er fertig wurde. Hartnäckigkeit und eine gewisse Sturheit zählen zu meinen hervorragendsten Eigenschaften, die es mir erlauben, auch im Angesicht massiver Widerstände meine Ziele zu erreichen. Meine fähigsten Erzieher waren Reitschul-Pferde, die mich immer wieder in meine Schranken wiesen. Mit meinen vielseitigen Interessen und sehr ausgewogenen Ergebnissen in fast allen Schulfächern stand ich schließlich vor der Qual der Wahl: welchen Beruf sollte ich ergreifen?

Obwohl sich meine persönlichen Neigungen - Fotografie, Schreiben und Psychologie - schon sehr früh zeigten, wählte ich eine Berufsausbildung, die sich eher an vernünftigen und bodenständigen Kriterien orientierte: Ich wollte kein brotloser Künstler sein, sondern lieber Geld verdienen - doch ich wollte auch die Option haben, freiberuflich zu arbeiten. Also wurde ich zunächst Übersetzerin und Dolmetscherin. Dieser Beruf hat natürlich auch etwas mit den anderen Themen zu tun: es geht um Sprache (Schreiben) und es geht um Kommunikation (Psychologie). Später stellte ich fest, dass auch Fotografie eine Form der Kommunikation ist. Die Puzzleteile fangen erst jetzt allmählich an, sich zu einem Bild zusammen zu fügen.

Einmal ins Berufsleben gestartet, lernte ich verschiedene Firmen, Organisationen und Arbeitsmethoden kennen. Mal machte es Spaß, mal war es in Ordnung, mal war es fürchterlich. Herausragende Chefs und weniger talentierte wechselten sich ab. Ich arbeitete in funktionierenden Teams, erlebte aber auch Spannungen bis hin zum Mobbing. In den Jahren gab es viel zu lernen, ich leistete viel, verdiente gut, aber richtig glücklich war ich nicht. Tief in meinem Herzen wußte ich seit dem ersten Tag der Festanstellung, dass diese Form des Arbeitens eigentlich nicht meine war. Nach 16 Berufsjahren entschied ich mich, den sicheren Hafen zu verlassen und aufs stürmische Meer hinaus zu segeln. Das Risiko einzugehen, als brotlose Künstlerin zu enden - oder aber, wie einst Christopher Kolumbus, einen neuen Kontinent zu entdecken. Die Reise hat begonnen. Mein Dank gilt all denen, die mich auf diesem Weg schon begleitet haben und all denen, die es noch tun werden...

  München, Juni 2005